++ informationen zu warn-/sperrgebieten 'Ostsee' + 'Kieler Bucht' mit aktuellen Schießzeiten ++ im menü, bereich 'Service' ++

-> aktuelle Schießzeiten Putlos/Todendorf


++ Ber Betrieb der amtlichen Aushangstellen
für Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS)
wird zum 01. Januar 2019 eingestellt ++

-> zur entsprechenden BfS


++ rettungsflotte und -stationen der DGzRS an der ostsee ++
++ im menü, bereich 'Service' ++

-> DGzRS - Die Seenotretter


++ informationen zu den offshore-windparks in der deutschen ostsee ++ im menü, bereich 'Service' -> 'Amtliches' ++

-> zu Offshore Windparks Ostsee


++ informationen zum elbe-lübeck-kanal ++ im menü, bereich 'Häfen' -> 'S-H' -> 'Lübecker Bucht' -> 'Elbe-Lübeck-Kanal ++

-> Elbe-Lübeck-Kanal (ELK)


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Warn- und Sperrgebiete

Deutsche Ostsee

In der Deutschen Ostsee gibt es mehrere militärisch genutzte Übungsgebiete. Das Befahren der Warngebiete im Bereich der 'Kieler Bucht' ist z.T. besonders geregelt. Außerdem gibt es in Bereichen der Ostseeküste gesperrte Gebiete von denen bekannt ist, dass in den letzten Kriegstagen 1945 und danach, gefährliche Stoffe und/oder Munition im Meer küstennah verklappt wurde bzw. in denen sich andere militärische Anlagen befinden.

sperr-gebietDie Kieler Bucht, einige Nebenbuchten und die Kieler Förde sind historisch von der Marine von vielen militärisch genutzten Standorten und Häfen geprägt. Die Gewässer sind traditionelle Marine-Übungsareale und erstrecken sich vom Ausgang der Flensburger Förde im Norden, bis in den Fehmarnsund im Südosten.

  • Warngebiete sind durch gelbe Leuchttonnen, Tonnen, Spieren (Y), z.T. mit Toppzeichen liegendes Kreuz und z.T. mit Aufschrift 'Warn-G' bezeichnet.
  • Sperrgebiete sind durch gelb-rot-gelbe Leuchttonnen, Tonnen, Spieren (YRY), z.T. mit Toppzeichen liegendes Kreuz sowie z.T. mit Aufschrift 'Sperr-G' bezeichnet.

wow Warn- und Sperrgebiete müssen von der Schifffahrt beachtet werden; sie sind für alle Fahrzeuge relevant - auch für Sportboote! Auch außerhalb der Kieler Bucht befinden sich in anderen Teilen der Deutschen Ostsee weitere Sperr- und Warngebiete. Zuwiderhandlungen gegen Vorschriften, Warn- und Sperrgebiete betreffend, können von den Aufsichtsbehörden mit einem Verwarngeld von 35,- € bzw. mit 75,- € Bußgeld  belegt werden.

hinweis Und für Unterwegs gibt es Informationen zu den Warn- und Sperrgebieten der 'Kieler Bucht' sowie den Häfen auch als eBook von mein-ostseehafen.de mit weiteren Tipps, z.B. u.a. mit den Distanzen in nautischen Meilen (nm) von Hafen zu Hafen. Zum Download des eBooks einfach HIER klicken.

Sprung zu: 01. Schönhagen  
  02. Eckernförder Bucht  
  03. Kieler Förde  
  04. Todendorf, Putlos Schießzeiten
  05. Marienleuchte, Puttgarden  
  06. Übungsgebiete, sonstige  
  07. Wismarbucht  
  08. Halbinsel Wustrow  
  09. Warnemünde, 'Hohe Düne'  
  10. Lubmin  
  11. Usedom  
  Informationen zu 'Munitionsbelastungen im Meer'

1. Sperrgebiet 'Schönhagen'

Sperrgebiet 'Schönhagener Grund'  

Das Sperrgebiet 'Schönhagen' liegt NE-lich von Damp - zwischen Damp und der Einfahrt zum ehemaligen Marinehafen 'Olpenitz', die sich dicht S-lich der Schleimündung befindet. Im Sperrgebiet führen Marineflieger zeitweilig Ziel- und Abwurfübungen durch. Das Fahren und der Aufenthalt im durch gelb-rote Leuchttonnen/Tonnen mit Toppzeichen liegendes Kreuz und Aufdruck 'Sperr-G' bezeichneten Seeareals ist generell verboten.

Verstöße gegen das Aufenthalts- und Befahrensverbot können von Küstenwache und/oder Wasserschutzpolizei geahndet werden.

hinweis Für Karten-Ausschnitt zur Lage des Sperrgebietes 'Schönhagen' HIER oder links in die 'Minikarte' klicken.

Eckpunkte:

 

Koordinaten

NE 54°38.91'N - 010°07.03'E
E 54°36.91'N - 010°07.03'E
SE 54°35.91'N - 010°06.83'E
SW 54°35.91'N - 010°04.43'E

NW

54°38.91'N - 010°04.43'E

Tonnen gelb-rot:

  Art Kennung
Leuchttonne Sperr-G 1 Fl.y.4s
Tonne Sperr-G 2 -
Tonne Sperr-G 3 -
Leuchttonne Sperr-G 4 Fl.y.4s
Leuchttonne Sperr-G 5 Oc(2)y.9s
Tonne Sperr-G 6 -
Leuchttonne Sperr-G 7

Oc(2)y.9s

info Die Bundeswehr will an der ausgemusterten Fregatte 'Karlsruhe', die mit entsprechender Sensorik ausgerüstet wurde, vor der schleswig-holsteinischen Ostseeküste die Wirkung von Sprengungen und Bombardierungen testen. Die Versuche sollen im Sperrgebiet Schönhagen, zwischen Damp und Port Olpenitz, im Frühjahr und Spätsommer 2018 durchgeführt werden. Der Naturschutzbund (NABU) protestiert. Die Umweltschützer sehen Schweinswale, Dorsche und Uferschwalben gefährdet. Der Kieler Umweltminister Robert Habeck (Grüne) ist über den Alleingang 'sehr irritiert' (siehe News NABU v. 08.01.2018).


2. Sperr- und Warngebiete 'Eckernförder Bucht'

Sperrgebiete Warngebiet Eckernfoerder Bucht  

In der Eckernförder Bucht liegen mehrere Warn- und Sperrgebiete, die von der Schifffahrt zu beachten sind:

  • 2.1 Sperrgebiete 'Bookniseck' am NE-lichen Aus-/Eingang der Eckernförder Bucht (Karten-Ausschnitt HIER). Für die Schifffahrt ist das Gebiet mit gelb-roten Tonnen als gesperrt gekennzeichnet. Außerdem befinden sich auf dem Meeresgrund des Sperrgebietes zeitweilig Messsonden und -anlagen des Kieler Geomar-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung.
    Etwas N-lich strandete 1945 ein Marinefährprahm, der als Transporter für KZ-Häftlinge und Munition unter Bewachung von SS-Personal benutzt wurde, nah der Flakstellung Bookniseck (Details), S-lich des Zuflusses der 'Bookenau' in die Ostsee. Ein Teil der Häftlinge konnte gerettet werden. Die Munition wurde damals jedoch nur unvollständig geräumt, sodass es noch Jahrzehnte danach immer wieder zu Munitionsfundmeldungen kam. In einer weiteren Aktion Ende der 1980er Jahre wurden weitere Teile des Fährprahms und der Munition geborgen und beseitigt. Trotzdem sind weiterhin Wrackteile am Strand sichtbar.
    Für die Schifffahrt ist auch dieses Gebiete mit gelb-roten Tonnen als gesperrt gekennzeichnet. Der landseitige Zugang ist ebenfalls verboten.
  • 2.2 Warngebiet 'Torpedoschießbahn Eckernförde Süd' in der S-lichen Eckernförder Bucht
  • 2.3 Sperrgebiet 'Torpedoschießstand Eckernförde' in der SW-lichen Eckernförder Bucht (Karten-Ausschnitt HIER).
  • 2.4 Warngebiet 'Naturhafen Aschau' in der SW-lichen Eckernförder Bucht. Akustische Messstelle zur Vermessung des Wasserschalls von Schiffen und Geräten. Einfahren/Ankern und Aufenhalt in der/in die Lagune ist Zivilfahrzeugen nicht gestattet. Die Landspitze im N der Lagune ist 'Militärisches Sperrgebiet' (Karten-Ausschnitt HIER).
  • 2.5 Sperrgebiet 'Schwedeneck' bei Surendorf in der SE-lichen Eckernförder Bucht (Karten-Ausschnitt HIER).
  • 2.6 Sperrgebiet 'Kranzfelder Hafen' in der NW-lichen Eckernförder Bucht. Im Marine-Stützpunkt Eckernförde sind u.a. U-Boot-Geschwader, Flottendienstboote und Tender 'Main' sowie Kampfschwimmer als 'Spezialkräfte der Marine' stationiert (Karten-Ausschnitt HIER)
    In 03.2014 wurde die SE-liche Tonne, die das militärische Sperrgebiet vom Marine-Stützpunkt Eckernförde bezeichnet, auf die neue Position 54°28.43'N - 009°52.68'E verlegt.

Der Aufenthalt und das Befahren in den/der Sperrgebiete/n ist für alle Fahrzeuge grundsätzlich verboten.

Ein Befahren der Warngebiete ist grundsätzlich erlaubt - wenn es nicht verboten ist - Ankern und/oder Fischen jedoch, ist generell verboten.

Verstöße gegen Regeln und Verbote können von Küstenwache und Wasserschutzpolizei geahndet werden.

Die N-Grenze des Warngebietes 'Torpedoschießbahn Eckernförde-Süd' verläuft ab Leuchttonne 'Warngebiet 8a' (Oc(2)Y.9s, Position: 54°30.05'N - 010°0362'E) nach Eckernförde einlaufend in Linie ca. 233°, Eckernförde auslaufend ab Leuchttonne 'Warngebiet 2a' (Fl.Y.4s, Position: 54°27.96'N - 009°52.91'E) in Linie ca. 053°.
SW-lich von Tonne 'Sperr-/Warngebiet 1a' sind Fahrzeuge generell verboten. Dort befindet sich der Torpedo-Schießstand Eckernförde - der Bereich ist für zivile Fahrzeuge Sperrgebiet!

 

 

Signalkörper bzw. -lichter 'Torpedoschießbahn Eckernförde Süd':

Aufenthalt und Befahren im/des Warngebiet/es 'Torpedoschießbahn Eckernförde Süd' ist verboten, wenn auf dem Signalmast vom 'Torpedoschießstand Eckernförde Süd' und den Sicherungsfahrzeugen folgende Sichtzeichen bzw. Lichter gezeigt werden:

  • Am Tage: Drei schwarze Signalkörper übereinander
    (oben zwei Kegel mit der Spitze nach unten, darunter ein Ball)
  • Bei Nacht: Drei Lichter übereinander
    (die beiden oberen weiß, das untere grün)

Mit den genannten Signalen sind die Warngebiete zu Sperrgebieten erklärt!

Die gleichen Signale werden auch von den Sicherungsfahrzeugen geführt, die sich während der Übungszeiten im Bereich der Warngebiete aufhalten. Die Sicherungsfahrzeuge haben die Aufgabe die Sperrgebiete zu sichern und 'Ignoranten' zu stoppen.

 

 

Signalkörper bzw. -lichter 'Warngebiet Aschau':

Aufenthalt und Befahren im/des Warngebiet/es 'Aschau' ist verboten, wenn am Signalmast vom 'Messhaus Aschau' folgende Sichtzeichen bzw. Lichter gezeigt werden:

  • Am Tage: Ein schwarzer Ball
  • Bei Nacht: Ein weißes Licht über einem grünen Licht

Mit den genannten Signalen ist das Warngebiet zum Sperrgebiet erklärt!

 

hinweis Für Karten-Ausschnitt Sperr- und Warngebiete Eckernförder Bucht HIER oder oben in die 'Minikarte' klicken.


3. Sperr- und Warngebiete 'Kieler Förde'

In der Kieler Förde liegen mehrere Warn- und Sperrgebiete, die von der Schifffahrt zu beachten sind:

  • 3.1 'Tirpitzhafen', Marinehafen am W-Ufer der Kieler Förde, dicht S-lich der Zufahrt zu den Schleusenanlagen 'Holtenau'. Der militärische Sicherheitsbereich ist durch drei gelbe Leuchttonnen (Oc(2)y.9s bzw. Fl.y.4s) mit Aufschrift 'Militär-G' bezeichnet. Militärischer Sicherheitsbereich = Sperrgebiet (Karten-Ausschnitt HIER).
  • 3.2 Sperrgebiet 'Jägersberg', 'Munitionsdepot Laboe' am Ostufer in der 'Friedrichsorter Enge' (Karten-Ausschnitt HIER).
  •   flaggensignal ru
      Flaggen-
    signal
    R + U
    3.3 Sperrgebiet 'Friedrichsort', magnetische Messstelle zur Vermessung und Behandlung von Schiffen aller Größen am W-Ufer der Kieler Förde,  dicht S-lich der 'Friedrichsorter Enge' (Karten-Ausschnitt HIER). Das Befahren des Gebietes ist nur zur Vermessung und Behandlung gestattet. Dabei sind die Flaggen R und U des intenationalen Signalbuchs zu zeigen.
    Für ca. 63 Mio. Euro Baukosten, sollen bis 2021 im Sperrgebiet Friedrichsort neue moderne Anlagen zur Entmagnetisierung von Schiffen entstehen. Die Anlagen, die für Schiffe bis 180 m Länge, 25 m Breite und max. 9 m Tiefgang konzipiert werden, sollen Schiffe der NATO behandelt werden, um sie für bestimmte Seeminen unsichtbar zu machen.
  • 3.4 Warngebiet 'Möltenort', magnetische Messstelle am Ostufer dicht N-lich von 'Möltenort' (Karten-Ausschnitt HIER).
  • 3.5 Sperrgebiete 'Kolberger Heide', bekannte Gebiete in denen nach den Weltkriegen Munition, Sprengstoffe und andere Gefahrstoffe im Meer verklappt wurden. Die bezeichneten Sperrgebiete sind weiträumig von Ankerverbotszonen umgeben (Karten-Ausschnitt HIER), nähere Infos HIER.

Außerdem gibt es im Verlauf der 'Kieler Förde' weitere ufernah gelegene Gebiete, die durch gelb-rote Tonnen mit Toppzeichen liegendes Kreuz als Sperrgebiete bezeichnet sind. Dabei handelt es sich um am Meeresgrund verankerte Anlagen zur Algen-, Fisch- und Muschelzucht.


wow Im Fahrwasser der Kieler Förde ist seit 23.10.17 W-lich des U-Boot-Denkmals Möltenort ein bezeichnetes Sperrgebiet eingerichtet. Zur Bezeichnung werden beleuchtete Bakentonnen (Fl.Y.4s) mit rotem Kreuz und gelbem liegenden Kreuz als Toppzeichen verwendet. Innerhalb des Sperrgebietes finden Unterwasserarbeiten statt. Zeitweise werden im Gebiet Dalben gerammt sowie weitere Tonnen, verankerte Geräte und Bojen ausliegen.
Die Schifffahrt wird um erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme gebeten sowie den Bereich mit Vorsicht zu passieren und ausreichend Abstand zu halten. Weitere Informationen erteilt Kiel Traffic auf UKW Kanal 67 auf Anfrage (siehe BfS 199/17).


wow Im Bereich 'Kolberger Heide' wurden um eines der bezeichneten Sperrgebiete bis auf Widerruf drei unbeleuchtete Tonnen mit Aufschrift 'Warn-St.' auf folgende Positionen verlegt.:

54°27,60'N - 010°20,56'E
54°27,77'N - 010°20,27'E
54°27,70'N - 010°19,23'E

Die Schifffahrt wird  aufgefordert, den Bereich der jeweiligen Tonne mit entsprechender Vorsicht zu befahren und einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten (siehe BfS 194/17).

hinweis Für Karten-Ausschnitt 'Kolberger Heide' HIER klicken.


wow Im Mai 2014 wurde das Sperrgebiet der magnetischen Messstelle Kiel-Friedrichsort, N-lich der Holtenau Reede, bis auf Widerruf erweitert und durch zusätzliche Tonnen verändert. Die beiden bisherigen gelb-roten Leuchttonnen (Fl.Y.4s) mit Aufschrift 'Sperr-G' bzw. 'Sperr-G/Reede' wurden auf neue Positionen und zusätzlich zwei unbeleuchtete gelbe Fasstonnen, jeweils mit rotem Kreuz und Aufschrift 'Sperr-G.', verlegt (siehe BfS 80/16).

hinweis Für Karten-Ausschnitt 'Sperrgebiet Friedrichsort' HIER klicken.


4. Warngebiete 'Todendorf-Putlos'

Warngebiete Todendorf, Putlos  

Die Warngebiete von Todendorf und Putlos sind durch gelbe Tonnen/Leuchttonnen mit Aufschrift Warn-G sowie Toppzeichen liegendes Kreuz bezeichnet und liegen vor der S-Küste der 'Hohwachter Bucht', dem S-lichsten Teil der 'Kieler Bucht' in der Ostsee. Sie grenzen an einander und werden für militärische Schießübungen und Erprobungen genutzt. Durch die Warngebiete verläuft die Seeschifffahrtsstraße 'Kiel-Fehmarnsund-Weg'.
In 06.2013 wurden die Warngebiete vergrößert und Änderungen an Positionen und Bezeichnungen der Tonnen durchgeführt. Die Arbeiten waren in 07.2013 abgeschlossen.
Bei den Änderungen wurde u.E. die Fläche des Warngebietes 'Putlos' ca. auf das Doppelte, die Fläche des Warngebietes 'Todendorf' ca. auf das Vierfache der vorherigen Größe verändert.

Während der Übungen/Erprobungen, in denen von Land in Richtung See geschossen wird, ist das Befahren der Warngebiete, die kraft Sperr- und Warngebietverordnung (SperrWarngebV) zu Sperrgebieten erklärt wurden, verboten!

  Youtube Video MANTIS
  Video: Bundeswehr
Flugabwehrwaffe
MANTIS in Todendorf
  Youtube Video OZELOT
  Video: Bundeswehr
Flugabwehrwaffe
OZELOT in Todendorf

Erprobungsbetrieb kann ganzjährig an Werktagen stattfinden. Die Schießzeiten werden auf div. Homepages von Häfen und Vereinen der Region bekannt gegeben, z.B. auf der Homepage des Yachtclub Lippe Ostsee e.V. (YCLO). Die 'offizielle' Bezugsquelle für Informationen ist ELWIS - das Elektronischen Wasserstraßen Informations-System der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Zu finden sind die Schießzeiten im Rahmen der 'Bekanntmachungen für Seefahrer' (BfS) unter Herausgeber: WSA Lübeck wählen und Suche starten. Auch in den Yachthäfen der Region befinden sich die Schießzeiten in/an den Hafenbüros im Aushang.
Auf dieser Seite wird die entsprechende BfS, mit den geplanten Schießzeiten eines Monats, durch Klick eines der Kalender-Symbole in der folgenden Tabelle im neuen Fenster geöffnet:

clock Schießzeiten Todendorf, Putlos:

  Monat   Schießzeiten
 

September 2018

-> kalender
 

Oktober 2018

-> kalender
 

November 2018

-> kalender
  Dezember 2018 folgen*

Änderungen der Zeiten bzw. Unterbrechungen des Übungsbetriebes, sind wegen technischer Störungen und/oder durch besondere Wetterlagen im Rahmen der genannten Zeiten möglich.
* Links zu den Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) mit den Schießzeiten werden mit ca. 4 - 6 Wochen Vorlaufzeit auf dieser Seite veröffentlicht.

Mitteilungen zu den aktuellen Schießzeiten werden auch durch Küstenfunkstellen verbreitet, z.B.:
Küstenfunkstelle 'DP07' (vorm. Kiel/Lübeck/Flensburg Radio):
Von Ende März bis Anfang Oktober jedes Jahres im Anschluss an den Seewetterbericht tägl. 07:45, 09:45, 12:45, 16:45, 19:45 Uhr (gesetzl. Landeszeit) durch DP07 Seefunk (Delta Papa 07, DSC 70).

Arbeitskanäle:

  • Bereich Flensburger Förde/Kieler Bucht Nord: UKW Kanal 27
  • Bereich zentrale Kieler Bucht (Damp): UKW Kanal 23
  • Bereich Lübecker Bucht: UKW Kanal 24
  • Bereich Mecklenburg (Rostock): UKW Kanal 60
  • Bereich Vorpommern (Arkona): UKW Kanal 66

Küstenfunkstelle 'Marine Radio Todendorf Naval':
Montag - Freitag tägl. 07:30, 11:00, 15:30 Uhr - in Ausnahmefällen Samstags 07:30 und 11:00 Uhr - erfolgen Lagemeldungen zu den aktuellen Gefahrenbereichen auf UKW Kanal 11. Ankündigungen der Durchsagen erfolgen jeweils 5 Minuten vorher auf UKW Kanal 16.

Die Küstenfunkstelle Marine Radio 'Todendorf Naval' und die Sicherungsfahrzeuge sind während der Übungsbetriebszeiten auf UKW Kanal 16, die Küstenfunkstelle Marine Radio 'Todendorf Naval' auch telefonisch unter +49 (0)4385 59 13 13 erreichbar. Das Marine-Personal erfüllt hoheitliche Aufgaben, ist weisungsbefugt und wird diese Befugnisse unter allen Umständen durchsetzen. Den Anordnungen ist unverzüglich Folge zu leisten.

 

 

Signallichter Putlos/Todendorf:

Tagsüber und nachts* im Zeitraum von einer Stunde vor Beginn, bis eine Stunde nach Ende der Schießübungen werden folgende Lichtzeichen an den Küstensignalstellen (W -> O) Heidkate, Hubertsberg, Neuland, Wessek, Blankeck und Heiligenhafen gezeigt:

  • Blitzfeuer gelb (Fl.Y) = Schießbetrieb im Warngebiet Todendorf
  • Blitzfeuer rot (Fl.R) = Schießbetrieb im Warngebiet Putlos
  • Blitzfeuer gelb und rot (Fl.Y+R) im Wechsel = Schießbetrieb in beiden Warngebieten

Mit den genannten Lichtsignalen sind die Warngebiete zu Sperrgebieten erklärt!

Die gleichen Lichtsignale werden auch von den Sicherungsfahrzeugen geführt, die sich während der Übungszeiten im Bereich der Warngebiete aufhalten. Die Sicherungsfahrzeuge haben die Aufgabe die Sperrgebiete zu sichern und 'Ignoranten' zu stoppen.

 

* Die o.g. Küstensignalstelle Neuland ist nur bei Tageslicht in Betrieb. Mit zunehmender Dunkelheit werden die Signallichter von Neuland Sensor-gesteuert abgeschaltet. Dann sind die Signallichter der anderen Küstensignalstellen und die der Sicherungsfahrzeuge maßgeblich.

 

 

Während der Übungszeiten müssen die Sperrgebiete entlang der mit beleuchteten Warngebietstonnen (Fl.Y.4s) mit Toppzeichen liegendes Kreuz und Aufdruck Warn-G bezeichneten Sicherheitzone T6 - T8, H1 - H3, T10 - T13 (evtl. nur Teilbereiche) umfahren werden. Aktuelle Auskünfte erteilen die Sicherungsfahrzeuge und/oder 'Marine Radio Todendorf Naval' auf UKW Kanal 16 auf Anfrage. Im 'schlimmsten Fall' ist der Umweg rd. 3,1 sm lang. Die damit verbundene längere Fahrtzeit sollte schon bei der Etmal-Planung berücksichtigt werden.

In der Regel ist an Sonn- und Feiertagen und in Zeiten, in denen kein Übungsbetrieb stattfindet, das Befahren der Warngebiete grundsätzlich erlaubt.

hinweis Für Karten-Ausschnitt mit Lage der Warngebiete Todendorf/Putlos HIER oder oben in die 'Minikarte' klicken.

wow Im Warngebiet Putlos ist die Tonne B, die eigentlich auf Position 54°21.1107'N - 010°50.8292'E liegt, vertrieben. Die Schifffahrt wird aufgefordert, den Bereich mit entsprechender Vorsicht zu befahren (siehe BfS 18/15).


wow Ab 13.07.2015 sind im Warngebiet bis auf weiteres auf 12 Positionen gelbe Bojen als Zielfeldmarkierungen ausgelegt. Die Schifffahrt wird aufgefordert, die Bereiche mit entsprechender Vorsicht zu befahren (siehe BfS 86/15).


neu In KW 43.2018 (22. - 28.10.) werden in der Hohwachter Bucht Schießvorhaben mit Flugkörpern durchgeführt. Das geschieht ausgehend vom Truppenübungsplatz Todendorf in den aktiven Warngebieten Putlos und Todendorf und im u.a. zusätzlichen Bereich.
Es wird geschossen, soweit das Schussfeld frei ist. Eine Absperrung findet nicht statt.
Die Schifffahrt wird gebeten, die Signale der eingesetzten Sicherungsboote zu beachten.

Nutzungszeiten:

  • Mo. 22. bis Do. 25.10.2018, 09:00 - 17:00 Uhr
  • Fr.  26.10.2018, 09:00 - 12:30 Uhr

Zusätzlich benötigter Bereich (Eckkoordinaten):

  • 54°22,760’N - 010°52,230’E (Tonne T15/P10)
  • 54°28,986’N - 010°57,564‘E
  • 54°32,835’N - 010°52,237‘E
  • 54°32,562’N - 010°40,130’E (Tonne H2)

(siehe BfS 182/18)


5. Sperrgebiet & Schutzbereich 'Marienleuchte'

sperrgebiet schutzbereich marienleuchte  

5.1 Im Sperrgebiet Marienleuchte ist der Aufenthalt von Fahrzeugen untersagt.

5.2 Im Schutzbereich Marienleuchte ist Ankern und/oder Fischen verboten. Außerdem sind das Sandsaugen sowie die Entnahme von Steinen verboten.

5.2.1 Ausnahme vom Ankerverbot:

  • Fahrzeuge der Sportfischerei, sofern zur Verankerung nichthakende Steinanker verwendet werden.

5.2.2 Ausnahme vom Verbot des Fischens:

  • Stellnetz-, Langleinen-, Reusen- und Sportfischerei, sofern zur Verankerung von Fischereigerät nichthakende Steinanker verwendet werden.

hinweis Für Karten-Ausschnitt Sperrgebiet/Schutzbereich 'Marienleuchte' HIER oder in die Mini-Karte klicken.


wow Lattenpegel (a) auf Position 54°29.80’N - 011°14.33’E N-lich 'Marienleuchte'.
Pegel (b) auf Position 54°29.86’N - 011°14.47‘E N-lich 'Marienleuchte'. Bei Mittelwasser ragt der Schaft des Pegels ca. 6,50 m aus dem Wasser. Auf dem Schaft befindet sich ein Pegelhaus.


6. Andere militärische Übungsgebiete

uebungsgebiet kieler bucht  
  flaggensignal ne4
  Flaggen-
Signal
'NE4'

6.1 In der Kieler Bucht werden auch außerhalb der bekannten und bezeichneten Warn- und Sperrgebiete ganzjährig militärische Schießübungen durchgeführt. Die durch das Übungsgebiet verlaufenden Schifffahrtswege Kiel-Ostsee-Weg und Kiel-Flensburg-Weg werden nicht beschossen. Die Übungen in der Kieler Bucht werden durch 'Bekannmachungen für Seefahrer' (BfS) vom WSA Lübeck via elwis.de bekannt gegeben (z.B. siehe BfS 103/18 für das 2. Hj. 2018 oder BfS 216/17 für das 1. Hj. 2018) und bestehen aus Artillerie- und Torpedoschießen. Alljährlich können sie bei Tag und Nacht jeweils zwischen 01.01. und 31.12. ohne weitere Absperrung abgehalten werden.
Falls sich ein Fahrzeug bei Dunkelheit der Schießscheibe in gefahrdrohender Weise nähert, schießt der Scheibenschlepper 'Leuchtkugeln mit weißen Sternen' und leuchtet die Schießscheibe an.
Die an den Übungen beteiligten Fahrzeuge zeigen am Tage das Flaggensignal 'NE4' und führen nur die in den KVR bzw. der SeeSchStrO vorgeschriebenen Lichter und Signalkörper.

hinweis Für Seekarten-Auschnitt des Übungsgebietes in der Kieler Bucht HIER oder oben in die Minikarte klicken.

uebungsgebiet ruegen pommersche bucht  

6.2 In den Gewässern N-lich, NE-lich und E-lich Kap Arkona auf Rügen (2) und in der Pommerschen Bucht (1) werden ganzjährig militärische Schießübungen durchgeführt, die durch 'Bekannmachungen für Seefahrer' (BfS) vom WSA Stralsund via elwis.de bekannt gegeben (z.B. siehe BfS 55/18 für das 2. Hj. 2018 oder BfS 159/17 für das 1. Hj. 2018) werden. Die Übungen bestehen im Gebiet 1 aus Artillerie- und Flugkörperschießen, im Gebiet 2 aus Torpedoschießen. Alljährlich können sie bei Tag und Nacht zwischen 01.01. und 31.12. ohne weitere Absperrungen abgehalten werden.
Falls sich ein Fahrzeug bei Dunkelheit der Schießscheibe in gefahrdrohender Weise nähert, schießt der Scheibenschlepper 'Leuchtkugeln mit weißen Sternen' und leuchtet die Schießscheibe an.
Die an den Übungen beteiligten Fahrzeuge zeigen am Tage das Flaggensignal 'NE4' und führen nur die in den KVR bzw. der SeeSchStrO vorgeschriebenen Lichter und Signalkörper.

hinweis Für Seekarten-Auschnitt der Übungsgebiete N-lich/NE-lich von Rügen und in der Pommerschen Bucht HIER oder oben in die Minikarte klicken.


7. Wismarbucht

Sperrgebiet Wismarbucht SO  

In der E-lichen Wismarbucht liegt E-lich der Insel 'Walfisch' ein Gebiet, in dem zu Kriegsende 1945 Explosiv- und Kampfstoffe in größeren Mengen versenkt/verklappt wurden, die bis heute von diesen 'Altlasten' nicht geräumt sind.
Der S-liche, ufernahe Teil des Gebietes, der ehemalige Betrieb der Norddeutschen Dornier-Werke, im Bereich 'Haffeld', ist bis heute als Sperrgebiet durch unbeleuchtete gelb-rot-gelbe Tonnen mit Toppzeichen liegendes Kreuz und der Aufschrift 'Sperr-G' bezeichnet.

Das ehemalige Betriebsgelände der Norddeutsche Dornier-Werke GmbH (NDW) wurde während des 2. Weltkrieges bombardiert und nach 1945 durch die russische Besatzungsmacht demontiert und gesprengt.  Außerdem wurde der Bereich des ehemaligen Werksflugfeldes bis ca. 1990 durch die sowjetische Armee als Truppenübungsplatz genutzt.
Aufgrund der Bombardierungen und der Nutzung als Übungsplatz mit scharfer Munition ist auch der an die Küste angrenzende Flachwasserbereich der Wismarbucht mit Bomben, Infanterie- und Flakmunition sowie Wurf- und Panzergranaten der sowjetischen Armee und der ehemaligen Alliierten des 2. Weltkriegs belastet. Gefahr ergibt sich auch aus den an Land z.T. frei zugänglichen, offenliegenden Kampfmitteln. Die betroffene Gesamtfläche beträgt rund 900 ha, davon etwa 250 ha Land- und der Rest Wasserfläche.

Die Insel 'Walfisch' ist ca. 80 ha groß, wird vom Verein Langenwerder zum Schutz der Wat- und Wasservögel e.V. betreut und steht seit 1990 unter Naturschutz. Allein dem 'Vogelwart' und Vereinsmitgliedern ist der Aufenthalt auf der Insel und der Zutritt zum vereinseigenen Blockhaus gestattet. Beim Befahren, Ankern und Angeln im Bereich der inneren Wismarbucht, sind die 'Befahrens- und Angelregeln' zu beachten. Das Betreten der Insel Walfisch und das Befahren der ufernahen Gewässer ist verboten, damit Brutvögel nicht gestört werden. Ergebnisse der jährlichen Zählungen von Brutvögeln gibt´s HIER.

hinweis Für einen Karten-Auschnitt der E-lichen Wismarbucht HIER oder in die Minikarte klicken.


8. Halbinsel 'Wustrow'

seekarte sperrgegiet halbinsel wustrow  

Die Halbinsel Wustrow liegt nehrungsartig vor dem 'Salzhaff' zwischen dem Seebad Kühlungsborn und der Insel Poel an der E-Küste der Mecklenburger Bucht, dicht SW-lich vom Seebad Rerik.
Die Halbinsel, auch 'die verbotene Insel' genannt, ist von NO nach SW in drei Zonen gegliedert. Gleich hinter dem 'Wustrower Hals' beginnt der rund 100 ha große und bebaute, aber verfallene, zugwachsene Teil mit der früheren Wohnsiedlung 'Rerik West' und den militärischen Zweckbauten. Dieser Teil ist seit 1993 für die Allgemeinheit gesperrt, darf jetzt aber wieder, in Kleingruppen im Rahmen von Kremserfahrten, besucht werden. Warnschilder warnen weiterhin vor Gefährdung durch dort noch verbliebene Explosivstoffe, Munition und andere Altlasten.
Daran SW-lich anschießend folgt eine ca. 200 ha große Fläche, die Teil des Landschaftsschutzgebietes Salzhaff ist. Den Rest der Halbinsel, inkl. der Bucht 'Kroy', nimmt das ca. 700 ha große Naturschutzgebiet 'Wustrow' ein.
sperr-g An der W-Küste der Halbinsel liegt ein durch unbefeuerte gelb-rote Tonnen mit Toppzeichen liegendes Kreuz bezeichnetes Sperrgebiet, in dem, wegen der Jahrzehnte langen militärischen Nutzung der Halbinsel, gefährliche Altlasten vermutet werden.
Das Landschaftsschutzgebiet Salzhaff sowie das Naturschutzgebiet Wustrow dürfen weder betreten, noch darf in den Uferbereichen <150 m (2,5 m Tiefenlinie) gefahren oder geankert werden. Auch die Wasserflächen der Bucht 'Kroy' sind gesperrt, um Störungen für Brutvögel, sowie für die Rastbestände der Wat- und Wasservögel zu vermeiden.

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hatten die Nazis auf Wustrow die größte Flakartillerieschule des deutschen Reiches errichtet. Hitler, Göring und Mussolini ließen sich hier die neueste Technik für den geplanten Luftkrieg vorführen. Nach Ende des 2. Weltkrieges dienten die einstigen Kasernen und Offizierswohnungen tausenden Flüchtlingen als Bleibe. Dann folgte die Rote Armee, die über vier Jahrzehnte eine Militärbasis betrieb. Dazu gehörte auch ein Marinestützpunkt, ein Spionageposten der Funkaufklärung, mehrere Waffengattungen und eine Abteilung des sowjetischen Geheimdienstes KGB.
1998 wurde das Areal an eine Investorengruppe 'Fundus' um Anno August Jagdfeld verkauft, die komfortable Ferienanlagen entstehen lassen wollte. Nach 1993, nachdem die letzten russischen Soldaten abgezogen waren, blieb das Areal aber gesperrt und ungenutzt. Die verlassene Militärstadt und das angrenzende Naturschutzgebiet konnten bei besonderen Führungen bis 2004 besichtigt werden. Diese Führungen wurden dann durch die Eigentümer untersagt.

hinweis Für Karten-Auschnitt der Halbinsel Wustrow HIER oder oben in die Minikarte klicken.

hinweis Viele Abbildungen und viel Wissen zum Thema gibt es auf 144 Seiten im Taschenbuch 'Die verbotene Halbinsel Wustrow' von Edelgard und Klaus Feiler (ISBN: 978-3861533238). Es ist im gut sortierten Buchhandel und z.B. bei Amazon  für 19,90 € zu beziehen.

Auf den Seite der SVZ haben wir einen lesenswerten Report mit dem Titel 'Die verbotene Halbinsel Wustrow' von Thomas Volgmann vom 20. August 2015 zum Thema gefunden und HIER, für Interessierte, einen Link dorthin gelegt.


9. Sperrgebiet 'Hohe Düne'

sperrgebiet hohe duene  

In Mecklenburg-Vorpommern liegt im Rostocker Ortsteil Warnemünde am S-Ufer von 'Hohe Düne', am N-Ufer der Warnowbucht 'Breitling' ein Marineareal mit Hafen in einem mit Leuchttonnen und Tonnen bezeichneten Sperrgebiet. Zum Hafen gibt zwei Zufahrten, die durch zivile Fahrzeuge nicht befahren werden dürfen.
In 'Hohe Düne' befindet sich der einzige Marinestützpunkt der Deutschen Marine in den neuen Bundesländern. Im Stützpunkt sind das 7. Schnellboot-Geschwader und das 1. Korvetten-Geschwader stationiert.

hinweis Für Seekarten-Auschnitt Marinestützpunkt 'Hohe Düne' HIER oder in die Minikarte klicken.


10. Sperrgebiet Lubmin

wow Aufgrund umfangreicher Bauarbeiten im Bereich E-lich der Seemolen der Hafeneinfahrt zum Seehafen Lubmin, im Zusammenhang mit der Verlegung von Starkstrom-Unterwasserkabeln, ist seit 16.07.15 ein Sperrgebiet eingerichtet, das ab 07.09.17 bis auf Widerruf erweitert wurde.
Zur Kennzeichnung des Baugebietes, sind je eine unbeleuchtete N- und W-Kardinaltonne (BF N, BF W) ausgelegt. Die Schifffahrt wird um erhöhte Aufmerksamkeit, Vorsicht und Rücksichtnahme gebeten (siehe BfS 127/17).

tipp Für Karten-Ausschnitt Sperrgebiet Lubmin HIER klicken.


11. Sperrgebiet 'Usedom' (NO)

sperrgebiet Usedom nord  

Im NO der Insel Usedom liegt ein Sperrgebiet, das zwar nicht (mehr) militärisch genutzt wird, aber über ein hohes Potenzial an gesundheitsschädlichen 'Altlasten' verfügt. Darum möchten wir an dieser Stelle besonders darauf hinweisen.
'Bernsteinsammler' werden bis heute nur durch Warnschilder und -tafeln auf die Verwechslungsgefahr mit 'weißem Phosphor', der hochentzündlich und extrem gesundheitsschädlich ist,  eindringlich hingewiesen.
Der Phosphor wurde 1943 tonnenweise von englischen Fliegern vermeintlich auf die 'Heeresversuchsanstalt Peenemünde' abgeworfen. Durch Fehler bei der Navigation der 'Markierer' wurden die Markierungen zu weit E-lich und S-lich vorgenommen und so die eigentlichen Ziele verfehlt. Viele Phosphor-Brandbomben fielen in die Ostsee und befindet sich bis heute an N- und NE-Küste in dem durch unbeleuchtete gelb-rote Tonnen mit Toppzeichen liegendes Kreuz bezeichneten Sperrgebiet im Meer.

  warnschild usedom
 

Ausschnitt: © Dr. Stefan Nehring

Im feuchten Sand am Spülsaum, wo u.a. Bernsteinsucher unterwegs sind, entzündet sich der weiße Phosphor nicht. Erst wenn der Phosphor (in der Hosentasche) getrocknet ist, erfolgt die spontane Selbstentzündung durch Oxidation an der Luft. Weißer Phosphor verbrennt mit Temperaturen von bis zu 1.300° C. Die Flamme ist damit heißer als das im Vietnam-Krieg verwendete Napalm. Weißer Phosphor ist brennend von Honig-artiger, klebriger Konsistenz und darum nur sehr schwer löschbar. Nur das Überdecken mit feuchter Erde oder das Abstreifen des brennenden, klebrigen Phosphors von der Haut stoppt letztendlich die Verbrennungen - natürlich nicht mit bloßen Händen! Auf der Haut können böse Verbrennungen 3. Grades verursacht werden, die nur sehr schwer abheilen. Rennen in ein Gewässer stoppt zumindest kurzfristig die Flammen. Die starken Schmerzen zwingen aber zurück an den Strand.

Auf Grund der schweren Verletzungen sind stationäre Krankenhausaufenthalte von bis zu 5 Wochen keine Seltenheit. Hierbei müssen oftmals auch Eigenhauttransplantationen durchgeführt werden. Zusätzlich müssen die Opfer oftmals viele Monate Verbände, Kompressionshosen etc. tragen. Phosphorverbrennungen sind mit Brandwunden im eigentlichen Sinne nicht vergleichbar, da sie das menschliche Gewebe viel stärker zerstören. Sie können lebenslang Schmerzen verursachen. Sie bleiben zudem lebenslang entstellend sichtbar, auch wenn teure kosmetische Korrekturen vorgenommen werden.

Weißer Phosphor gehört zu den giftigsten anorganischen Stoffen, die wir kennen. Schon durch das Anfassen von Weißem Phosphor mit bloßen Händen besteht eine hohe Gesundheitsgefährdung, da Weißer Phosphor durch die Haut aufgenommen wird. Der Rauch von brennendem Weißen Phosphor reizt Augen und Atemwege. Das Einatmen des Phosphorrauchs führt dazu, dass an den Schleimhäuten Meta- und Orthophosphorsäure aus der Reaktion des Phosphorpentoxids mit Wasser entsteht. Die Säuren führen zu stark schmerzenden Verätzungen, in schweren Fällen kann dies zu Lungenödemen führen. Die orale Aufnahme von 0,1 g Weißem Phosphor ist für einen Erwachsenen tödlich; entsprechend geringere Konzentrationen gelten für Kinder.

Und was nach der Besetzung durch sowjetische Truppen und später durch die stationierte NVA im Norden der Insel hinterlassen wurde, vermag heute auch niemand mehr konkret zu sagen. Zu NVA-Zeiten sollen jedenfalls seit den 1970er Jahren vor der Küste liegende Schiffswracks durch DDR-Luftwaffe und Luftwaffen anderer Ostblockstaaten bei Übungen und Manövern mit z.T. phosphorhaltiger Munition beschossen worden sein.

  Youtube Video 'Gefährliches Strandgut'
  Video: Gefährliches
Strandgut

wow Der Transport von Bernstein-Funden am Strand der Insel Usedom sollte auf KEINEN Fall in Hosen- oder Manteltaschen erfolgen. Es sollte unbedingt ein feuerfester Behälter aus Metall (mit Griff oder Henkel) dafür gewählt werden. Der kann im Ernstfall abgestellt und sich davon entfernt werden.

hinweis Für weitere Informationen zum Thema empfehlen wir die umfangreiche und sehr detaillierte Website des promovierten Diplom Biologen Dr. Stefan Nehring - um zu seiner Website zu gelangen HIER klicken.

hinweis Für Karten-Ausschnitt Sperrgebiet Usedom Nord HIER oder oben in die 'Minikarte' klicken.


  Youtube Video 'Munition im Meer'
  Video: Munition
im Meer

wow In Nord- und Ostsee gibt es mehr oder weniger küstennah gelegene Gebiete, die durch verklappte Munition oder deren Reste belastet sind. Diese Gebiete sind sogenannte 'bekannte Versenkungsgebiete'. Außerdem gibt es Gebiete, in denen Munition gefunden, die aber nicht dokumentiert wurde. Diese Gebiete sind als munitionsbelastet eingestuft. Außerdem gibt es noch Gebiete, die 'nur' als munitionsverdächtig eingestuft sind.

Munitionsbelastung der deutschen Meeresgewässer

hinweis Für Informationen zum Thema HIER klicken.

hinweis Detailinformationen vom NABU z.B. zum Gebiet 'Kolberger Heide', am E-lichen Ausgang der Kieler Förde, HIER.

 

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Zusätzliche Informationen